Betongold Immobilien! Oder doch besser Gold?
In der letzten Zeit werde ich in Beratungsgesprächen immer wieder damit konfrontiert, dass die Krise doch mit Immobilien begonnen habe. Deshalb könnten Immobilien doch kaum das geeignete Instrument sein, um sein Geld zu schützen. Ob Gold denn nicht die bessere Alternative wäre.
Aus Investorensicht kann letzteres keine Alternative sein, denn erstens sind die Einstiegspreise viel zu hoch und zweitens erwirtschaftet Gold keine Zinsen. Es kann also bestenfalls als Kapitalanlage oder Spekulationsobjekt dienen.
Bei der Finanzkrise liegt die Ursache in einem überzogenen Kreditvergabeverhalten an bonitätsschwache Endkunden in Verbindung mit gehebelten, spekulativen Papieren auf diese Kredite und nicht auf die finanzierten Immobilien bezogen.
Die Kreditvergabekriterien in Deutschland sind gänzlich andere und sehr viel stärker auf Sicherheit ausgelegt. So sind 100%-Finanzierungen nur bei sehr guter Bonität darstellbar und der Beleihungswert liegt regelmäßig etwa 20% unter dem Verkehrswert einer deutschen Immobilie.
Das sind genau die 20%, die Sie aufbringen müssen, um in Wohnimmobilien zu investieren. Ein Investment in ein Zinshaus im Wert von ca. 500.000 € ist also durchaus bereits mit einem Eigenkapital von 100.000 € darstellbar – einem typischen Einkommen für Selbstständige und viele leitende Angestellte oder Geschäftsführer. Die Studie des IVD bestätigt übrigens im Median der Top 50 Städte Deutschlands einen Kaufpreis von 430.000 € je Transaktion.
Durch die Verwerfungen an den Finanzmärkten ist die Immobilie international in den Fokus gerückt. Die Chancen durch die vergleichsweise günstigen Einstiegspreise deutscher Metropolen werden auch im Ausland bemerkt und in Portfolio-Zukäufen realisiert.
Der Immobilienverband berichtet unter Berufung auf die Halbjahreszahlen der Gutachterausschüsse und die eigenen Marktdaten, dass fast jede zweite Mehrfamilienhaus-Transaktion in einer der Top 3 Metropolen Hamburg, München und Berlin getätigt wurden und davon alleine 50% in Berlin. Bei einem gesamten Volumen von 10,37 Milliarden Euro sind die Umsätze in den Top 50 Städten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22% gestiegen.
Die 10 Metropolen mit der größten Bevölkerung verzeichnen über 70% aller Umsätze, ein klares Votum der Investoren in Bezug auf die Großlage. Diese TOP 10 sind Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt (Main), Stuttgart, Düsseldorf, Dortmund, Essen und Bremen. Interessant ist dabei, dass es keine der bei Kapitalanlegern gehypten ostdeutschen Metropolen in die Top 10 geschafft hat.
Gerne würde ich eure Meinung hören! Bitte hinterlasst eure sachlichen Kommentare und teilt mir mit, welche Themen euch besonders interessieren. Ich freue mich auf eure Beiträge!
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